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Hub and spoke-Systeme
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    28.04.2007 | 17:38 kommentieren  |  versenden  |  melden   
Hub and spoke-Systeme
Unter einem Hub and spoke-System (Nabe-Speiche-System), deren Vorbilder im US-amerikanischen Luftverkehr zu finden sind, versteht man ein Transportsystem vor allem in der Stückgutabwicklung, bei dem der Transport von A nach B nicht direkt, sondern über einen Zentralknoten (Hub; engl. für Nabe) führt. Die Verbindungen der Endknoten zu den Zentralknoten werden als Spoke (engl. für Speiche) bezeichnet.

Man unterscheidet Hub-and-Spoke-Systeme mit Einfachzuordnung (Single Allocation) und Mehrfachzuordnung (Multiple Allocation). Bei Einfachzuordnung besitzt jede Quelle und jede Senke genau eine Verbindung zu genau einem Hub. Bei Mehrfachzuordnung können Quellen und Senken zu mehreren Hubs Verbindungen aufbauen. Die Einfachzuordnung ist folglich ein Sonderfall der Mehrfachzuordnung. Darüber hinaus gibt es Hub & Spoke-Systeme ohne Direktverbindungen (reine Hub & Spoke-Systeme) und Systeme mit Direktverbindungen (hybride Hub&Spoke-Systeme) zwischen den Nichthubknoten.

Die Vorteile eines Hub and spoke-Systems liegen bei der Einrichtung mehrerer Hubs in:
- der Trennung von Sammeln und Verteilen vom Fernstreckentransport, der zwischen mehreren Hubs durchgeführt wird,
- Spoke-Niederlassungen haben direkten Kundenkontakt und können sich auf andere Bedürfnisse (Produktionsrhythmus, Anlieferzeiten, etc.) einstellen, da kleinere Nahverkehrsfahrzeuge eingesetzt werden,
- in den Speichen sind Sortiervorgänge nicht notwendig mit folglich geringerem Platzbedarf in den Speichen,
- in den Naben erfolgt die Sortierung nach Zielrichtungen, um die Verladung für den Ferntransport vorzubereiten,
- die Naben können außerhalb der Ballungsräume mit günstiger Flächenverfügbarkeit und vergleichsweise niedrigeren Grundstückspreisen in direkter Nähe von leistungsfähigen Fernstraßen- und Eisenbahnverbindungen errichtet werden,
- die Naben übernehmen auch die Zwischenlagerfunktion und
- im Vergleich zum Rastersystem treten Kosteneinsparungen beim Umschlag und beim TRansport (durch optimale Routenplanung) als Folge höherer Auslastungen auf.

Die Nachteile des Hub and spoke-Systems sind:
- die Hubs verlangen aufgrund ihrer Kapitalintensität eine hohe Auslastung, um KOstenvorteile realisieren zu können,
- es muss teilweise "gegen die Fracht" (gegen die Zielrichtung) gefahren werden, um die zentrale Nabe zu erreichen und
- die Automatisierung der Umschlagsvorgänge in den Naben sowie die günstige Auslastung der Ferntransporte müssen auch die teilweise beträchtlichen zusätzlichen Fahrzeugkilometer kostenmäßig kompensieren.

Quellen:
- Aberle: Transportwirtschaft, Oldenbourg, 1996
- www.wikipedia.de
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