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Visionäre Volksgaragen
      Martin.Eder
    16.08.2007 | 14:55 kommentieren  |  versenden  |  melden   
Visionäre Volksgaragen
Politik als Spiegel von widersprechenden Interessen ist per se in ihren Handlungen widersprüchlich, und doch wünscht man sich als Politikbeobachter und Bürger manchmal in sich konsistente politische Handlungen.
Wenn die Politischen Verantwortlichen der Stadt Wien beschließen das Volksgaragenkonzept weiterzuführen, so ist das ein klare verkehrspolitische Maßnahme für den motorisierten Individualverkehr, und in dieser Gruppe auch nur für die Pkw-Fahrer (da man davon ausgehen kann, dass in den Volksgaragen nur PKW-Abstellplätze sein werden).
Parallel dazu werden Steuergelder verwendet um sowohl die Infrastruktur (z.B. U-Bahnbau) als auch den Betrieb (Verlustabdeckung als Eigentümer der Wiener Linien)
des Öffentlichen Nahverkehrs in Wien zu fördern. Eine klare verkehrspolitische Handlung für den Öffentlichen Verkehr.
Die verkehrliche Wirkungen der beiden Maßnahmnen werden sich mehr oder weniger gegenseitig aufheben, so dass im Endeffekt nur eine teure Fortschreibung des verkehrlichen Status Quo erreicht wird, mit dem Nebeneffekt einer Förderung für die Bauwirtschaft.
Manchmal wünscht man sich als Steuerzahler eine widerspruchsfreie Verkehrspolitik, auch wenn dieser Wunsch mehr Utopie als Vision ist.
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      moskwa
    17.08.2007 | 18:46 kommentieren  |  versenden  |  melden   
 Politik als Spiegel von widersprechenden Interessen ist per se in ihren Handlungen widersprüchlich, und doch wünscht man sich als Politikbeobachter und Bürger manchmal in sich konsistente politische Handlungen.
Wenn die Politischen Verantwortlichen der Stadt Wien beschließen das Volksgaragenkonzept weiterzuführen, so ist das ein klare verkehrspolitische Maßnahme für den motorisierten Individualverkehr, und in dieser Gruppe auch nur für die Pkw-Fahrer (da man davon ausgehen kann, dass in den Volksgaragen nur PKW-Abstellplätze sein werden).
Parallel dazu werden Steuergelder verwendet um sowohl die Infrastruktur (z.B. U-Bahnbau) als auch den Betrieb (Verlustabdeckung als Eigentümer der Wiener Linien)
des Öffentlichen Nahverkehrs in Wien zu fördern. Eine klare verkehrspolitische Handlung für den Öffentlichen Verkehr.
Die verkehrliche Wirkungen der beiden Maßnahmnen werden sich mehr oder weniger gegenseitig aufheben, so dass im Endeffekt nur eine teure Fortschreibung des verkehrlichen Status Quo erreicht wird, mit dem Nebeneffekt einer Förderung für die Bauwirtschaft.
Manchmal wünscht man sich als Steuerzahler eine widerspruchsfreie Verkehrspolitik, auch wenn dieser Wunsch mehr Utopie als Vision ist.
 Wenn Volksgaragen gebaut werden, werden gleichzeitig immer auch an der Oberfläche Parkplätze vernichtet, und zwar immer dieselbe Anzahl an Stellplätzen. Damit wird mit dem Budget für Volksgaragen nicht der private Pkw-Verkehr subventioniert, sondern das Stadtbild verschönert. Immerhin parken nach Errichtung einer Volksgarage deutlich weniger Autos an der Oberfläche. Zumeist werden in diesen Bereichen Parks oder sonstige Verschönerungen des Stadtbilds errichtet.

Man kann dazu stehen wie man will, die grundsätzliche Tendenz, Autos von der Oberfläche zu verbannen, finde ich nicht schlecht. In den USA und Kanada verschönert dies das Stadtbild doch massgeblich.
Beitragslink: #1118




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